Poker Regeln klingen auf den ersten Blick komplizierter, als sie tatsächlich sind. Sobald du den Ablauf einer Runde verstanden hast, merkst du schnell, dass sich alles um wenige immer wiederkehrende Schritte dreht. In diesem Artikel erklären wir dir Schritt für Schritt, wie Poker funktioniert.
Egal ob du zum ersten Mal am Tisch sitzt oder dein Wissen auffrischen möchtest: Hier findest du alles zu Kartenwerten, Einsätzen und den wichtigsten Begriffen rund ums Pokerspiel.
Poker Regeln kompakt: Was ist das Ziel des Spiels?
Poker ist ein Kartenspiel, bei dem es darum geht, mit der besten Hand oder dem geschicktesten Verhalten am Tisch möglichst viele Chips von den anderen Spielern zu gewinnen. Je nach Variante bekommt jeder Spieler eigene Handkarten, die er mit offenen Gemeinschaftskarten kombiniert.
Kartendeck und Spieleranzahl
Ein Poker-Spiel wird mit einem klassischen Kartendeck aus 52 Karten in vier Farben gespielt, ohne Joker. Theoretisch könnten bis zu 23 Personen an einem Tisch Platz nehmen, üblich sind jedoch maximal zehn Spieler pro Runde.
Jede der 13 Kartenwerte kommt viermal im Deck vor, von der Zahl 2 bis zum Ass. Buben, Damen und Könige gelten als Bildkarten, während das Ass traditionell den höchsten Wert besitzt.
Chips und Einsätze
Gespielt wird mit Chips, die unterschiedliche Werte repräsentieren. Nach deutschem Recht darfst du nur in Ausnahmefällen und nicht öffentlich um echtes Geld spielen, da der Zweck eines privaten Pokerabends die Geselligkeit sein muss.
Die Chipmenge, mit der ein Spieler startet, hängt von der jeweiligen Spielform ab. Bei Turnieren erhält jeder Teilnehmer zu Beginn dieselbe Anzahl an Chips, bei Cash Games kaufst du dich mit einem selbst gewählten Betrag ein.
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Die wichtigsten Poker Regeln zum Spielaufbau
Bevor die erste Karte fällt, müssen bestimmte Rollen und Pflichteinsätze am Tisch verteilt werden. Diese Poker Regeln legen fest, wer zuerst handeln muss und wer die Karten austeilt.
Dealer, Small Blind und Big Blind
Eine Person übernimmt in jeder Runde die Rolle des Dealers und teilt die Karten aus. Diese Rolle wandert nach jeder Runde im Uhrzeigersinn eine Position weiter, sodass jeder Spieler abwechselnd an der Reihe ist.
Links vom Dealer sitzt der Small Blind, direkt daneben der Big Blind. Beide müssen einen festgelegten Pflichteinsatz in den Pot legen, wobei der Big Blind üblicherweise doppelt so hoch ausfällt wie der Small Blind.
Austeilen der Handkarten
Nachdem das Deck gemischt wurde, erhält jeder Spieler seine verdeckten Handkarten. Bei Texas Hold’em sind das zwei Karten, bei Omaha vier, die ausschließlich der jeweilige Spieler selbst sehen darf.
Im Laufe der Runde kommen zusätzlich offene Gemeinschaftskarten auf den Tisch, die alle Spieler gemeinsam nutzen können. Aus der Kombination von Hand- und Gemeinschaftskarten bildet jeder Spieler sein bestmögliches Pokerblatt.
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Wie läuft eine Runde Poker ab? Schritt für Schritt
Eine Poker-Runde folgt immer demselben Grundmuster aus Karten geben, setzen und aufdecken. Wenn du die folgenden Schritte einmal verinnerlicht hast, erkennst du den Ablauf bei jeder Pokervariante wieder.
- Der Dealer teilt jedem Spieler die verdeckten Handkarten aus.
- Small Blind und Big Blind legen ihre Pflichteinsätze in den Pot.
- Die erste Setzrunde beginnt: Spieler können callen, raisen oder folden.
- Drei offene Gemeinschaftskarten werden aufgedeckt (der Flop).
- Es folgt die zweite Setzrunde nach demselben Prinzip.
- Eine vierte Gemeinschaftskarte wird aufgedeckt (der Turn), gefolgt von einer weiteren Setzrunde.
- Die fünfte und letzte Gemeinschaftskarte erscheint (der River), erneut mit einer Setzrunde.
- Beim Showdown decken die verbliebenen Spieler ihre Karten auf, und das beste Blatt gewinnt den Pot.
Setzoptionen: Call, Raise, Check, Fold und All-in
In jeder Setzrunde musst du dich für eine von mehreren Optionen entscheiden. Diese Entscheidungen bestimmen, wie hoch der Pot am Ende der Runde ausfällt und wer überhaupt noch im Spiel bleibt.
Die vier grundlegenden Aktionen am Tisch
Beim Call gehst du mit dem Einsatz des Vorspielers mit, ohne selbst zu erhöhen. Ein Raise bedeutet, dass du den Einsatz erhöhst, wodurch die übrigen Spieler nachziehen oder aussteigen müssen.
Mit einem Check gibst du keinen zusätzlichen Einsatz ab, bleibst aber in der Runde, solange noch niemand geboten hat. Entscheidest du dich für Fold, gibst du deine Karten ab. Setzt du alle deine verbliebenen Chips, spricht man von einem All-in.
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Die Poker-Blätter in der richtigen Reihenfolge
Am Ende jeder Runde entscheidet die Rangfolge der Pokerblätter darüber, wer gewinnt. Beginnend mit dem höchsten Blatt gilt folgende Reihenfolge:
- Royal Flush: Straße von 10 bis Ass in derselben Farbe, das stärkste mögliche Blatt.
- Straight Flush: Fünf aufeinanderfolgende Karten derselben Farbe.
- Vierling: Vier Karten mit demselben Wert.
- Full House: Ein Drilling kombiniert mit einem Paar.
- Flush: Fünf Karten derselben Farbe, unabhängig vom Wert.
- Straße: Fünf aufeinanderfolgende Karten unterschiedlicher Farben.
- Drilling: Drei Karten mit demselben Wert.
- Zwei Paare: Zwei unterschiedliche Paare.
- Ein Paar: Zwei Karten mit demselben Wert.
- High Card: Die höchste Einzelkarte, wenn keine andere Kombination zutrifft.
Turnier oder Cash Game: Was ist der Unterschied?
Bei einem Turnier zahlst du ein festes Buy-in und erhältst dafür eine bestimmte Anzahl an Chips. Gespielt wird so lange, bis ein einziger Spieler alle Chips am Tisch gewonnen hat und damit das Turnier für sich entscheidet.
Beim Cash Game setzt du hingegen in jeder Runde einen selbst gewählten Betrag echten Geldes ein. Du kannst jederzeit einsteigen und den Tisch wieder verlassen, ein festes Ende gibt es hier nicht.
Die bekanntesten Poker-Varianten
Poker ist nicht gleich Poker, denn es existieren zahlreiche Varianten mit teils unterschiedlichen Poker Regeln. Zwei Spielformen haben sich weltweit besonders durchgesetzt.
Texas Hold’em
Texas Hold’em gilt als die bekannteste Poker-Variante überhaupt. Jeder Spieler erhält zu Beginn zwei verdeckte Handkarten, die er im Laufe der Runde mit bis zu fünf offenen Gemeinschaftskarten kombiniert.
Aus diesen insgesamt sieben verfügbaren Karten bildet jeder Spieler sein bestmögliches Fünf-Karten-Blatt. Dabei steht es frei, ob beide, eine oder keine der eigenen Handkarten verwendet werden.
Omaha
Omaha ähnelt Texas Hold’em in vielen Punkten, wird aber zunehmend populärer. Statt zwei erhält jeder Spieler hier vier Handkarten, während weiterhin fünf Gemeinschaftskarten aufgedeckt werden.
Am Ende der Runde müssen genau zwei der eigenen vier Handkarten mit drei der fünf Gemeinschaftskarten kombiniert werden. Diese Regel unterscheidet Omaha deutlich von der Flexibilität bei Texas Hold’em.
Wie wird der Sieger einer Runde ermittelt?
Geben alle Spieler bis auf einen ihre Karten ab, gewinnt der letzte verbliebene Spieler automatisch den gesamten Pot. Ein Showdown ist in diesem Fall nicht nötig.
Sind nach der letzten Setzrunde mehrere Spieler noch im Spiel, decken alle ihre Karten auf. Das laut den Poker Regeln höchste Blatt gewinnt den Pot, bei exakt gleichwertigen Händen wird der Gewinn gleichmäßig aufgeteilt.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie viele Handkarten bekommt man bei Texas Hold’em?
Bei Texas Hold’em erhält jeder Spieler zwei verdeckte Handkarten, die mit bis zu fünf offenen Gemeinschaftskarten kombiniert werden.
Was ist der Unterschied zwischen Call und Raise?
Beim Call gehst du mit dem bestehenden Einsatz mit, beim Raise erhöhst du ihn und zwingst die anderen Spieler zu einer Entscheidung.
Welches ist das stärkste Poker-Blatt?
Der Royal Flush gilt als das stärkste Blatt: eine Straße von 10 bis Ass in derselben Farbe.
Was passiert bei einem Unentschieden?
Haben zwei oder mehr Spieler exakt gleichwertige Hände, wird der Pot gleichmäßig unter ihnen aufgeteilt.
Wie viele Spieler passen an einen Pokertisch?
Üblich sind maximal zehn Spieler pro Tisch, auch wenn theoretisch mehr Personen Platz finden würden.

